SCHWURGERICHTSSAAL 231

Zu einer Filmvorführung der besonderen Art trafen sich am Montag im Landgericht Bremen, Saal 231 erstmals Mitarbeiter aus dem gesamten Bereich der Justiz (Richter, Staatsanwälte, Schöffen, Rechtsanwälte etc.), um über das Thema „Zivilcourage und die Justiz“ zu diskutieren.

Im Anschluss an die Preview des Films sprachen die Anwesenden über die Aspekte der Zivilcourage in der Justiz. Einig waren sich alle, dass der Fall Fritz Bauer und sein Vorgehen zwar historisch bedingt und dem Geist der Zeit in der Bundesrepublik Deutschland der 50er und 60er Jahre geschuldet waren. Dennoch zogen die Teilnehmer der Diskussion Schlüsse zur heutigen Zeit und den Aufgaben sowie Herausforderungen der Justiz.

Der Schwurgerichtssaal 231 bot mit seinem historischen Bezug einen angemessenen Rahmen für diese Veranstaltung. Genau dort wurde am 8. Juli 1942 der 17jährige polnische Zwangsarbeiter Walerjan Wrobel zum Tode verurteilt. Dieses Verfahren steht als das bekannteste des Sondergerichts Bremen beispielhaft für die Unrechtsjustiz der nationalsozialistischen Diktatur.

 

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