Klicksafe Preis 2016 geht nach Bremen !

Die Initiative „Tu was! Zeig Zivilcourage! Auch im Netz!“ des Bremer Vereins „Tu was! Zeig Zivilcourage“ erhielt vergangenen Freitag in Köln den mit 1.000 Euro dotierten klicksafe Preis.

Die Kampagne war neben drei weiteren Beiträgen für den Preis, der Initiativen für mehr Sicherheit im Internet würdigt und im Rahmen des Grimme Online Award vergeben wird, nominiert.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“, zeigt sich Norbert Kuntze, Sprecher des Vereins, stolz. Beleidigungen, Mobbing und Hasskommentare sind im Internet sehr weit verbreitet.

Genau bei diesem „Hate-Speech-Phänomen“ setzt „Tu Was! Zeig Zivilcourage! Auch im Netz!“ an.

„Die Kampagne zeigt, dass Zivilcourage auch in der Online-Welt gefördert werden muss, um das soziale Klima innerhalb der Gesellschaft zu verbessern“, begründete die Jury laut Kuntze ihre Entscheidung.

Der Verein hilft und unterstützt damit Menschen, nicht Opfer von Hass und Beleidigungen im Internet zu werden. 

Kampagne bald im gesamten Bundesgebiet

In Kooperation mit der Bremischen Landesmedienanstalt und dem ServiceBureau Jugendinformation erarbeitete der Verein gemeinsam mit Jugendlichen sechs "Goldene Regeln" für Zivilcourage im Internet.

Basierend auf den Verhaltensregeln „Schau nicht weg!“, „Zeige Respekt!“, „Bleib fair!“, „Beziehe Position!“, „Stehe Betroffenen zur Seite!“ und „Kein Hass!“ klären die Verantwortlichen in Seminaren, Informationsveranstaltungen,

im Schulunterricht und mit öffentlichen Aktionen intensiv über Zivilcourage im Netz auf. Das Konzept, so lobt es die Jury, sei auch auf andere Regionen und Kommunen übertragbar und ermögliche eine vorbildliche Verknüpfung

von Sozialraum mit dem World Wide Web. Eben dies plant der Bremer Verein bereits: In Zusammenarbeit mit anderen Landesmedienanstalten, der Stiftung Digitale Chancen und dem Bundesnetzwerk Zivilcourage sollen

die Goldenen Regeln verbreitet und die Kampagne auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet werden.

Cornelia Holsten Mitte rechts, Bremische Landesmedienanstalt), Norbert Kuntze (Mitte links, Tu was!) mit den Preispaten Simon Beck und Dagi Bee.

Bildnachweis: 

Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha